Sonstige Fragen

1. Was ist eine digitale ID?

Digitale Identitäten sind das elektronische Pendant zum Ausweis eines Menschen. Sie können Ihre digitale Identität elektronisch vorlegen, um Ihr Recht auf Zugriff auf Informationen oder Dienstleistungen online zu belegen.

Digitale Identitäten, auch als digitale Zertifikate bekannt, verknüpfen eine Identität mit einem Paar kryptographischer Schlüssel. Dieses Paar (der private und der öffentliche Schlüssel) können genutzt werden, um digitale Informationen zu unterzeichnen und zu verschlüsseln. Eine digitale Identität ermöglicht es zu überprüfen, ob eine bestimmte Person das Recht hat einen bestimmten Schlüssel zu verwenden. In Verbindung mit einer Verschlüsselung bieten digitale Identitäten eine vollständigere Sicherheitslösung, indem sie die Identität aller an einer elektronischen Transaktion beteiligten Parteien sicherstellen. Eine digitale Identität wird von einer Zertifizierungsstelle vergeben und mit dem privaten Schlüssel der Zertifizierungsstelle unterzeichnet.

Eine digitale ID beinhaltet typischerweise:

  • den öffentlichen Schlüssel des Eigentümers
  • den Namen des Eigentümers
  • das Ablaufdatum des öffentlichen Schlüssels
  • den Namen des Ausstellers (die Zertifizierungsbehörde, welche die digitale ID ausstellte)
  • die Seriennummer der digitalen ID
  • Die digitale Unterschrift des Ausstellers

Digitale Identitäten sichern die Authentizität des Verfassers eines elektronischen Dokuments.

Die Authentizität eines Papierdokuments wird durch die Unterschrift gewährleistet, zusätzlich kann die Unterschrift selbst wiederum durch einen Stempel oder sogar einen Notar autorisiert werden. Im Falle eines elektronischen Dokuments wird zur Unterzeichnung eine digitale Unterschrift verwendet, die nicht nur den Verfasser definiert, sondern strikt an den Inhalt dieses Dokuments gebunden ist. Jegliche Veränderungen, die ohne Zustimmung des Verfassers am Dokument vorgenommen werden, können so leicht erkannt werden. Die Unterzeichnung eines Dokuments, die Überprüfung seiner Authentizität, Ent- oder Verschlüsselung sind über die auf den beiden Schlüsseln basierenden modernen kryptographischen Methoden einfach zu handhaben.

2. Was ist eine Mobile ID?

Eine Mobile ID oder Mobile Identität ist eine Weiterentwicklung von traditioneller Authentifizierung und digitaler Unterzeichnung – die SIM-Karte des eigenen Telefons dient als Werkzeug zur Identifizierung.

Die Mobile Identität ermöglicht rechtlich verbindliche Authentifizierung und Unterzeichnung von Transaktionen beim Online-Banking, bei der Bestätigung von Zahlungen und der Nutzung von Online-Inhalten. Die Nutzerzertifikate werden auf der SIM-Karte des Telefonanbieters verwaltet und um sie verwenden zu können, muss der Nutzer einen persönlichen, geheimen PIN-Code eingeben. Verwendet man die Mobile Identität, so wird kein extra Lesegerät benötigt, da das Telefon selbst bereits beide Funktionen erfüllt.

Im Gegensatz zu anderen Herangehensweisen bietet das Handy in Verbindung mit einer für mobile Unterschriften geeigneten SIM-Karte die gleiche Sicherheit bei deutlich größerer Benutzerfreundlichkeit als zum Beispiel Karten in existierenden digitalen Identitätsverwaltungssystemen. Kartenbasierte digitale Identitäten können nur zusammen mit einem Kartenlesegerät und einem PC verwendet werden.

3. Was ist ein Cloud-/Saas-Service?

Bei Software as a Service (SaaS) handelt es sich um ein Software-Bereitstellungsmodell, in dem Software und verbundene Daten zentral von unabhängigen Softwareanbietern (ISV) oder Anwendungsdienstleistern (ASP) in der Cloud verwaltet werden.

Es wird manchmal auch als „Service(s) as a software substitute“ (SaaSS) oder „On-Demand-Software“ bezeichnet.

Auf SaaS wird normalerweise von Nutzern mittels eines Thin-Clients über einen Webbrowser zugegriffen. SaaS ist zu einem verbreiteten Betreitstellungsmodell für viele Geschäftsanwendungen geworden, unter anderem für Büro- und Kommunikationssoftware, DBMS-Software, Verwaltungssoftware, CAD-Software, Entwicklungssoftware, Gamifizierung, Virtualisierung, Buchhaltung, Kooperation, Kundenbeziehungsmanagement (CRM), Managementinformationssysteme (MIS), Unternehmensressourcenplanung (ERP), Fakturierung, Personalwesen (HRM), Verwaltung von Inhalten (CM) und Service-Desk-Management.

Eines der wichtigsten Verkaufsargumente für SaaS ist dessen Potential die Betriebskosten für IT durch Auslagerung der Wartung und Betreuung von Hardware und Software an den SaaS-Dienstleister zu senken.